Schauturnen, Ilten, 11.2.2017


Nach 10 Jahren war es endlich wieder soweit: der MTV Ilten hat ein Schauturnen veranstaltet. Unsere Sportakrobaten bildeten den Rahmen für die anderen Turngruppen des MTV Ilten: Eltern-Kind-Turnen, Kinderturnen, Damengymnastik, Step-Aerobic, Montagsturnen und Tanzen. Das Programm bestand aus 15 verschiedenen Programmpunkten.

Die Planungen in allen Gruppen dauerten Monate. Unsere Sportakrobaten waren mit ihrer Nachwuchsgruppe, der Formation der C-Klasse, mit Küren einzelner A-Klasse-Paarungen sowie unserer Showgruppe Acrophobia vertreten. Es wurde somit alles "rausgehauen", was die Turnsparte des MTV Ilten zu bieten hat.

Unsere Eltern kochten und backten ein riesiges Büffet für die Cafeteria zusammen, um 16:00 Uhr war offizieller Einlass.

Und was dann geschah, übertraf unsere kühnsten Erwartungen! 

Es strömte eine Masse an interessierten Zuschauern, mit der wir nie im Leben gerechnet hätten. Was eine Aufregung bei allen Beteiligten und Ausrichtern. Wir hatten Pläne, wie was neben dem Schauturnen an Organisatorischem ablaufen soll, aber schnell wurden wir überrannt, unser Improvisationstalent war gefragt. Die Cafeteriaschicht wurde verdoppelt und war immer noch zu klein. Allen geduldigen Gästen sei an dieser Stelle gedankt!

Und unsere Sportlerinnen und Sportler? Sie sorgten für den Rahmen, die Moderation und die Musik. Acrophobia begann mit einem Auftritt zu "Flashlight", gefolgt von unserem Dreier-Damen-Paar der A-Klasse, Lina, Emilia und Julia (Bild oben), und den Crazy Acros. Das sind unsere C-Klasse-Turner, die extra für diesen Tag selbständig eine eigene Choreografie einstudiert und bravurös absolviert haben. 

Danach wurde auf dem Trampolin und unserem Airtrack bewiesen, wie richtige Salti und Flic Flacs aussehen müssen. Es war unglaublich, mit welcher Geschwindigkeit diese Elemtene gezeigt wurden! Es war teilweise kaum zu erkennen, dass der Boden berührt wurde. Schwerkraft wird auch überbewertet...

Das Publikum hat uns eifrig unterstützt und mit viel Applaus und Pfiffen für jedes gelungene Element belohnt.

Was dann kam, haben auch noch nicht viele Besucher gesehen: Sportakrobatik vor einer Schattenwand. Die Effekte waren atemberaubend! 

Nicht nur das die Elemente, die man teilweise von den Küren her kennt, so noch nie gesehen hat, sondern auch die Choreografie bewies, wie anmutig, grazil und ästhetisch dieser Sport sein kann. Das war großes Kino.

Was muss man tun, um Sportakrobatik zu beherrschen? Zu allererst unsere Nachwuchsgruppe am Donnerstag besuchen! Auch diese Sportler waren natürlich mit vertreten und zeigten, wie ein normales Aufwärmtraining und verschiedene Übungen aussehen. Aber auch dabei wurde den Zuschauern vom Zusehen schon warm. Rückwärts auf schmalen Bänken balancieren, Flic Flac von einem Kasten herunter vollführen konnte jetzt auch nicht jeder der Anwesenden auf der Tribüne.... 

Wie es aussieht, wenn eine Kür fertig ist, konnte man dann wieder anhand zweier Küren unserer A-Klasse-Paarungen sehen. Lina und Lucia (s. Bild) sowie Franzi und Mira zeigten ihre eingeübten Elemente und bewiesen, warum sie in der A-Klasse turnen. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie leicht das alles aussieht. Ist es aber nicht, das merkt man spätestens, wenn man nach einer Kür sieht, wie ausser Atem sie dann sind. Generell ist Sportakrobatik wahnsinnig anstrengend, aber auch sehr schön anzusehen. Und es schweißt zusammen.

Kurz vor dem Finale mit allen Turnerinnen und Turnern des MTV Ilten folgte noch einmal Acrophobia mit einer ausgeklügelten Choreografie zu Songs von Michael Jackson. Auch das muss man mal gesehen haben! Mitreißende Musik zu schnellen, kraftvollen Formationen und Bewegungen brachten auch das Publikum zum Mitklatschen. Es begann mit einem ruhigeren Stück, in dem auch unsere kleineren Turnerinnen mitwirkten und wurde immer schneller und "größer". In der Mitte Janek, derzeit unser einziger größerer Sportler, der perfekt in diese Choreografie passte.

Hier noch einige, wenige Impressionen unserer Michael Jackson-Show und der dabei Mitwirkenden (anklicken zum Vergrößern):

Was bleibt am Ende des Tages?

Es war ein unglaublich abwechslungsreicher Nachmittag. Im Publikum hörte man Sätze wie "Endlich kann man die auch mal so sehen", "Warum machen die das nur alle 10 Jahre?", "Stell Dir vor, wie viel Arbeit das ist!" usw. Die Resonanz war durchweg positiv. Trotz etwas stickiger Luft, überrannter Cafeteria und voller Halle verging die Zeit wie im Flug. Danke an alle, die diesen Nachmittag vor und hinter den Kulissen ermöglicht haben! Mehr Bilder gibt es hier.